Mein Weg zur therapeutischen Arbeit begann früh und über den Körper. Später kam die Meditation dazu, dann die Psychotherapie. Was mich an all diesen Verfahren angesprochen hat, ist dieselbe Haltung: nicht machen wollen, sondern Raum geben.
Kerstin Barthel, Heilpraktikerin. Mitglied im Somatic Experiencing e. V.
Meine erste Begegnung mit Massage hatte ich als Kind, mit etwa sieben Jahren. Mein Vater hatte berufsbedingt viele Rückenprobleme und ließ einmal in der Woche einen Masseur ins Haus kommen. Ich habe ziemlich bald versucht, ihn nachzuahmen — mit zweifelhaftem Erfolg.
Mit vierzehn bekam ich mein erstes Shiatsu-Buch, das ich noch heute besitze: Wataru Ohashi, „Shiatsu — die japanische Fingerdrucktherapie“. Später hatte ich das große Glück, bei Saul Goodman und vielen anderen ausgebildet zu werden.
Shiatsu war auch mein erster Einstieg in die Meditation. Viele Prinzipien der inneren Haltung — entspannte Offenheit, Absichtslosigkeit, Achtsamkeit und Präzision, Respekt, Raum für Spontaneität und Intuition — wurzeln im Buddhismus, der auch in Japan heimisch ist.
In der Zeit im Retreat bei Gendün Rinpoche konnte ich das intensiv üben. Diese Jahre haben meinem Leben und meiner Arbeit ein starkes Fundament gegeben.
Durch die Arbeit mit Menschen nach der Klausur wurde der Bedarf an weiteren Methoden deutlich, und mein Interesse an Körperarbeit und körperbasierter Psychotherapie lebte wieder auf. Es folgten Somatic Experiencing, Integrale Somatische Psychotherapie und vor allem die Craniosakrale Biodynamik.
Bei der Arbeit mit dem Körper kommt man unweigerlich auf innere Muster, Blockaden und Traumata. Um damit arbeiten zu können, habe ich NARM erlernt — heute wende ich es ergänzend zur craniosakralen Arbeit oder als reine Psychotherapie an.
Einmal im Monat leiten wir zusammen einen Meditationsnachmittag im Buddhistischen Zentrum Darmstadt. Mein Mann arbeitet als Heilpraktiker für Psychotherapie in Mühltal und Darmstadt.